„collaboration?? und dann noch bei social distancing!!“

Ich muss gestehen, ich war kurzfristig völlig ratlos, ob der Anforderung, dass Vorlesungen nur noch digital stattzufinden haben und der Tatsache das der Ansatz meiner Lehrmethode aktiv auf die Interaktion mit den Studenten baut. Doch dann besann ich mich auf das, was auch Kern meiner Vorlesung ist, nicht das Tool oder der Kanal sind entscheidend, sondern die Daten, deren Aufbereitung und Bereitstellung ist das was es ausmacht und den tatsächlichen Mehrwert bringt.

Genau aus diesem Grund fiel für mich die Entscheidung auf Microsoft Teams, da ich hiermit meinen Studenten während der Durchführung der Vorlesung diesen Ansatz noch zum Anfassen mitgeben kann. Teams ist durch seine native Integration in die vollständige Office- und Microsoft-Welt das Paradebeispiel dafür, dass nicht das Tool der beschränkende Aspekt ist, sondern vielmehr die Inhalte, Daten und deren gezielte Aufbereitung. Ähnlich dem Ansatz über Moodle und Zoom, der von der Hochschule verfolgt wird, bietet Teams all die benannten Vorteile, dass man synchron und asynchron, per Bild, Ton oder nur Text kommunizieren und in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen interaktiv zusammenarbeiten kann, doch darüber hinaus hat Teams den mächtigen Vorteil, dass Lehrinhalte mittels Whiteboard, OneNote, Word, PowerPoint und anderen Tools in einer tatsächlichen collaboration gemeinsam zur Echtzeit erarbeitet werden können und danach für alle die, die nicht an dem Live-Meeting teilnehmen konnten zur Nachbearbeitung zur Verfügung stehen.

Ich sehe es mit sehr viel Freude und Begeisterung, wie durch die Studierenden diese collaboration angenommen wird. Die neuen Freiheiten von Zeit und Ort ermöglichen es den Gruppen noch mehr die Macht dieser neuen Art des Zusammenarbeitens zu erfahren und für ihre eigene Zukunft daraus neue Impulse und Herangehensweisen mitzunehmen.

Somit bin ich fest davon überzeugt, dass dies ein neuer Weg der Lehre ist aber ich bin genauso fest davon überzeugt, dass es nicht nur der reine digitale Weg sein wird. Präsenzveranstaltungen für das Aufgleisen der Studenten sind meines Erachtens unerlässlich, denn da kommt es darauf an zu spüren und zu fühlen ob alle dabei sind oder gesonderte Unterstützung und weiterführende Beispiele benötigen.

 

Alexander Neubert
Lehrbeauftragter für Geschäftsprozess- und Datenanalyse
Geschäftsführer der novere GmbH, Hof

 

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