„Für mich war es unverständlich,
wie wenig diese Mittel bisher genutzt wurden.“

Da ich mit digitaler Technik aufgewachsen bin (die sog. Generation Y), ist es zumindest für mich selbstverständlich, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu Hilfe zu nehmen, welche mir den Alltag erleichtern. Für mich, der nicht nur damit aufgewachsen ist und sich privat damit beschäftigt, sondern auch beruflich in der IT-Branche zuhause ist, war es unverständlich, wie wenig diese Mittel bisher genutzt wurden. Durch diese derzeitige, besondere Situation (Corona) wurden etliche Branchen dazu gezwungen in kürzester Zeit diese Tools einzusetzen.

Eine besondere Herausforderung ist dies natürlich für Lehrveranstaltungen. Durch meine bereits gewonnen Erfahrungen im nebenberufliche Studium (3,5 Jahre Betriebswirt mit überwiegend Präsenzveranstaltungen und nun seit 2 Semestern überwiegend Online-Veranstaltungen im Bachelor für Digitale Wirtschaft), habe ich viele Eindrücke sammeln können, welche Chancen sich durch die Umstellung auf eine Online-Vorlesung ergeben.

Ein Argument für Präsenzveranstaltungen sind sicherlich das Knüpfen von sozialen Kontakten. Bei einem nebenberuflichen Studium ist dies aber von vornherein eher ein schwieriges Unterfangen. Man erscheint kurz vor Vorlesungsbeginn und am Ende, gegen 21 Uhr, möchte man dann auch schnellstmöglich nach Hause. Bei einer aufgezeichneten digitalen Lehrveranstaltung ergibt sich hier ein großer Vorteil, da man nicht gezwungen ist, sich nach einem acht Stunden Arbeitstag noch physisch zu einer Lehrveranstaltung zu begeben, sondern man sich diese in Ruhe am Wochenende anhören kann. Selbst ein Live-Webinar kann leichter bewerkstelligt werden als eine Präsenzveranstaltung. Selbst soziale Kontakte können leichter hergestellt werden, da man beispielsweise in MS-Teams einen neuen Kanal erstellen kann um man so effizienter eine Lerngruppe gründen kann. Die vorhandenen Kontakte kann man leicht über das Webinar erreichen.

Sämtliche zur Verfügung stehende Tools können genutzt werden um gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten. Die räumliche Distanz, sowohl zu Kommilitonen/innen als auch zu Dozenten/innen spielt keine Rolle mehr und eine Mindeststärke für Lehrveranstaltungen kann leichter erreicht werden.

Diese und noch viel mehr Vorteile bieten digitale Vorlesungen. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass es am Ende eine hohe Selbstdisziplin und Eigenverantwortung braucht um diese auch umzusetzen. Eine Präsenzveranstaltung ist sicherlich mit einem größeren Pflichtgefühl verbunden.

Meine Meinung spiegelt größtenteils die Vorteile bei einem nebenberuflichen Studium wieder. Für ein Vollstudium wäre eine gute Mischung zwischen Präsenz- und Online Veranstaltungen wahrscheinlich die beste Variante.

Alexander Herrler
Student im Bachelorstudiengang Digitale Wirtschaft

 

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