Gemeinsam für den öffentlichen Dienst

Hochschule Hof und Bayerische Verwaltungsschule arbeiten künftig verstärkt zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um die Digitalisierung. Beide Bildungseinrichtungen haben das gleiche Ziel: ihre Absolventinnen und Absolventen sollen die digitale Verwaltung mitgestalten können.

 

Die Bayerische Verwaltungsschule (BVS) ist eine für die Kommunen äußerst bedeutende Aus- und Fortbildungseinrichtung. Neben umfassenden Rechts- und Wirtschaftskenntnissen vermittelt sie zunehmend auch die im Zeitalter der Digitalisierung benötigten neuen Kompetenzen. Beispielhaft sei der Grundkurs „Digitallotse“ genannt, in welchem Praktiker einen ersten Überblick über die vielfältigen Aspekte einer digitalen Verwaltung bekommen. Insbesondere bei der Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt, welche regelmäßig den Einstieg in verantwortungsvolle Positionen ermöglicht, gilt es, neue Entwicklungen zu verfolgen, das entsprechende Wissen zu erwerben und auch umzusetzen. Bestes Beispiel hierfür sind all die Themen rund um das E-Government.

Die Hochschule Hof bildet seit 20 Jahren gemeinsam mit der Hochschule für den öffentlichen Dienst Verwaltungsinformatiker aus. 2019 startete sie in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg den berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang Digitale Verwaltung. Ab dem Wintersemester kommt für Führungskräfte der ebenfalls berufsbegleitende Master-Studiengang Digitale Transformation hinzu. Beide Studiengänge vermitteln ein ganzheitliches, fächerübergreifendes Verständnis einer digitalen öffentlichen Verwaltung. Die Studierenden lernen, wie Verwaltungsprozesse sinnvoll gestaltet werden, und welche Methoden und Werkzeuge sich dafür nutzbringend einsetzen lassen.

Wenn zwei in die gleiche Richtung unterwegs sind, geht das gemeinsam noch viel besser. Im Zuge der Kooperation erkennt die Hochschule im Bachelorstudiengang Digitale Verwaltung den Verwaltungsfachwirt an, was zu einer Verkürzung der Studienzeit führt. Zudem sollen gemeinsam Lehrinhalte und digitale Lehrmaterialien entwickelt werden. Das Know-how der beiden Institutionen wird gebündelt – es profitieren alle davon.

Das größte gemeinsame Ziel: Entwicklung der „Digitalen Behörde“. So wirklichkeitsnah wie möglich sollen Anwendungen aus dem realen Behördenalltag genutzt werden, um Wissen und zugleich Verständnis für Zusammenhänge zu vermitteln. Gleichzeitig soll anhand von Best-Practice-Beispielen gezeigt werden, wie die Behörde der Zukunft aussehen kann. Das Projekt nimmt derzeit Gestalt an und soll im Laufe des Wintersemesters starten.

Die Kooperationsvereinbarung wurde am 24.08.2020 unterzeichnet. Los geht’s!

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